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Lautenmusik von ca. 1500 bis 1800 und auch im 20. Jahrhundert

6-7 chörige und 8-10 chörige Renaissancelauten
11- und 13-chörige Barocklauten
Arciliuto
14- und 19-chörige Chitarronen

für jede Stilepoche das adäquate Instrument

 

Die Reichhaltigkeit der Stilgeschichte und die Variabilität der unterschiedlichen Aufgaben sind für Sigrun Richter das Faszinierende und immer wieder Erneuernde an ihrem musikalischen Leben als Lautenistin. So wird sie jeder Epoche durch verwenden des adäquaten Instruments gerecht: von der 6- 7 chörigen Laute und der 8- 10chörigen Laute der Renaissance bis zur 11- und 13-chörigen Barocklaute, nicht zu vergessen den Arciliuto (Erzlaute) und Chitarrone (Theorbe), die auch in der Welt des Basso Continuo zu Hause sind.

Sigruns besondere Liebe und Aufmerksamkeit galt immer den „Stilwenden“. Hier spürt man die Experimentierfreude und den Willen zur Neuerung der Komponisten, die selbst oft auch Lautenisten waren, die Stimmung des Auf- und Umbruchs ihrer Zeit. Die neuen Stimmungen zwischen Renaissance und Barock, die sogenannten „Experimentierstimmungen“, dem Repertoire der französischen Lautenisten um 1600/1630 sind Thema ihrer CDs „Les Accords Nouveaux“ I und II.

Die eigene Freude am Experiment leitet Sigrun Richter so zu immer neuen Wegen: zu ihrem Repertoire gehört auch die Neue Musik für Laute.

 

In jüngster Zeit befasste sie sich besonders mit dem Chitarrone nach Kapsberger mit 19 Chören in chromatischer Stimmung und dem nach Piccinini mit Messingsaiten, ein Material, das dem Chitarrone einen brillanten, vollen und auch gesanglichen Klang verleiht.